DER DRUCK NIMMT ZU:

ZEIT FÜR MUTIGE VERÄNDERUNGEN!

Sehr geehrte Damen und Herren,

nur 150 Meter über dem Boden zeigten die Instrumente des vollbesetzten Passagierjets einen Strömungsabriss an den Tragflächen an. Dem Piloten im Cockpit blieben nur vier Sekunden, um zu entscheiden, ob er die Maschine hochzieht oder eine Landung versucht. „Man hat herausgefunden, dass es nicht eine Fehlhandlung ist, die zum Absturz führt, sondern fast immer das Fehlen einer Handlung“, sagt der Pilot Philip Keil, der 2009 beinahe mit dem Flieger abgestürzt wäre. Heute arbeitet Keil als Management-Coach und wird auf dem Gesundheitskongress des Westens sprechen.

Denn das Gesundheitswesen ähnelt mehr und mehr einem Jet, in dem die Instrumente piepen: Die Digitalisierung läuft untertourig, in der Pflege sind die Drehzahlen im roten Bereich, vielen Krankenhäusern ist das Kerosin ausgegangen und in Sachen Personalmangel fallen schon die Sauerstoffmasken herunter. Aber wer trifft Entscheidungen, die das Schlimmste abwenden? Absturzursache ist fast immer das Fehlen von Handlungen, heißt es.

„Der Druck nimmt zu: Zeit für mutige Veränderungen!“, lautet das Motto beim Gesundheitskongress des Westens 2019. Der Kongress beschäftigt sich etwa damit, wie die schleppende Digitalisierung im Krankenhausbereich einen entscheidenden Schub erhalten könnte. Auch wie der Grundsatz „Reha vor Rente“ durchgreifend umgesetzt werden kann, wird Thema sein. Oder, ob Bund und Länder in der Gesundheitspolitik konsequenter als bisher an einem Strang ziehen können. Kurz: Es geht darum, wie richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden können, wo sich bislang zu wenig tut.

Wie immer wendet sich der Kongress aber auch vielen anderen Themen zu: Wie viel „Privatisierung verträgt das Gesundheitswesen?“, lautet eine Frage. Es geht auch um Lebensrettung durch Frühwarnsysteme, um das Konfliktfeld „Wahlfreiheit versus Patientensteuerung“ sowie um die Zukunftsperspektive für den Belegarzt. Weitere Aspekte sind Personalgewinnung, Klinikschließungen, Landarztquote, Notfallversorgung und eHealth in der Arztpraxis.

Der Kongress, der am 26. und 27. März 2019 zum dreizehnten Mal stattfindet, ist der führende Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands. Auch 2019 erwarten wir wieder rund 1.000 Besucher – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und Gesundheitsunternehmen, aus Forschung und Wissenschaft.

Seien Sie mit dabei. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Claudia Küng,
Kongressleitung
Prof. Dr. Wolfgang Greiner,
Wissenschaftlicher Leiter