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Save the date: Gesundheitskongress des Westens am 10. und 11. März 2020 in Köln
Staat, Markt, Selbstverwaltung – wer führt das Gesundheitswesen in die Zukunft?


Für Professor Josef Hecken, den Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G BA), ist eine Vorstellung unerträglich: dass Politiker über die Erstattungsfähigkeit einzelner Therapien in der Gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden: „Die werden keine Wahlplakate mehr drucken. Die werden nur noch Interviews geben, was sie alles bezahlen, wenn sie gewählt werden“, so Hecken. Nur eine politisch unabhängige Gemeinsame Selbstverwaltung, in der Ärzteschaft, Krankenhäuser und Krankenkassen streng nach medizinischer Evidenz entscheiden, könne willkürliche Entscheidungen der Politik verhindern, so sieht es nicht nur Hecken.
 
Für Gesundheitsminister Jens Spahn ist hingegen etwas anderes unerträglich: Evidenz dauert lange, oftmals viel zu lange. Der G-BA hat für einzelne Entscheidungen schon bis zu acht Jahren benötigt. Und mit der Digitalisierung ist das deutsche Gesundheitswesen international so weit im Hintertreffen, dass das Ministerium von „organisierter Verantwortungslosigkeit“ spricht und damit vor allem die Gemeinsame Selbstverwaltung meint.
 
Andreas Storm, Chef der drittgrößten deutschen Krankenkasse DAK, beklagt, dass die Selbstverwaltung zwar „ein großer Erfolgsfaktor für unser Gesundheitswesen“ sei, aber dazu führe, dass Entscheidungen komplizierter seien als in anderen Ländern. Bei der Digitalisierung habe das oftmals die Konsequenz, dass „wir in den Abstimmungsprozessen einen Konsens erreicht haben, wenn die technologischen Möglichkeiten schon wieder veraltet sind.“ Storms besorgniserregendes Resümee: „Wir sind jetzt langsamer als die staatlichen Gesundheitssysteme. Und wir sind auch wesentlich langsamer als die marktorientierten Länder, wie etwa die Vereinigten Staaten von Amerika.“
 
Die USA, die elf der letzten 20 Nobelpreisträger für Medizin stellten, sind in vielen medizinischen Bereichen führend, haben aber das teuerste Gesundheitswesen der Welt. Unternehmerische Freiheiten und höhere Profitmargen wirken allerdings als Innovationstreiber – auch im Versorgungsgeschehen. „Im Vergleich zu den USA erscheinen die deutschen Versuche neue Versorgungs- und Vergütungssysteme zu testen zaghaft und halbherzig“, befindet eine Studie der Universität Bayreuth dazu.
 
Das politisch immer drängendere Thema „Markt – Staat – Selbstverwaltung: Wer stellt die Weichen für die Zukunft?“ diskutieren auf dem Gesundheitskongress des Westens: Prof. Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, Prof. Dr. Andrew Ullmann, Facharzt für Innere Medizin und FDP-Bundestagsabgeordneter, und Dr. Frank Bergmann, Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein.
 
Der Gesundheitskongress des Westens ist der führende Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands. Auch im kommenden Jahr werden wieder rund 1.000 Teilnehmer erwartet – vor allem Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und -unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die vierzehnte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet wieder im Herzen von Köln, im Gürzenich, statt. Weit über 100 Referenten werden auftreten.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihre Claudia Küng

Claudia Küng
Kongressleitung
Geschäftsführerin
WISO S. E. Consulting GmbH | Nymphenburger Straße 9 | 10825 Berlin

Geschäftsführung:
Dr. Ingrid Völker
Claudia Küng
Fabian Kaufmann
Internet: https://www.wiso-consulting.de/ 

Sitz / Registergericht: Berlin / AG Charlottenburg. HRB 84520