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Personaluntergrenzen und Fachkraftquoten: Wie mit unerfüllbaren Regeln umgehen?

Rechtliche Vorschriften zur Mindestpersonalausstattung werden oft als probates Mittel gegen die gravierendsten Folgen des Pflegenotstands dargestellt. Doch angesichts des herrschenden Fachkräftemangels stellen sie Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen vor schier unlösbare Probleme.
 
Fünf Krankenhäuser in Dortmund und Lünen haben sich deshalb sogar in einem Offenen Brief an Minister Spahn gewandt und Ausnahmen von den Personaluntergrenzen beantragt, die ab Januar 2019 gelten sollen. Es entstehe eine „ethische Zwickmühle“, wenn „der Notarztwagen einen weiteren intensivpflichtigen Patienten“ bringe, für den kein Pflegepersonal vorhanden sei. Die Arbeitsgemeinschaft kommunaler Großkrankenhäuser hat dazu ausgerechnet, dass es im kommenden Jahr zu Versorgungsengpässen in der Intensivpflege kommen wird, weil Akutkrankenhäuser 10 bis 20 Prozent der Intensivbetten nur eingeschränkt belegen können, da sie anderenfalls gegen die neuen Bestimmungen verstießen.
 
Ähnlich brisant ist die Lage in der Altenpflege, wo seit langem schon eine Fachkraftquote von 50 Prozent gilt, um Qualität sicherzustellen. Jeder Pflegehilfskraft muss also eine Fachkraft mit mindestens dreijähriger Ausbildung zur Seite stehen. Aber das klappt immer weniger. Deutschlandweit wird in einer dreistelligen Zahl von Pflegeheimen diese Quote nicht erfüllt. In einigen Fällen haben Behörden bereits Aufnahmestopps für neue Patienten verhängt, es kam sogar zur Schließung von Heimen.
 
Kann es angesichts des Fachkräftemangels überhaupt funktionieren, wenn die Politik Mindestpersonalausstattungen vorschreibt? Was können Kliniken und Altenpflegeheime tun, um nicht in eine „Zwickmühle“ zu geraten? Und wie das Ganze überhaupt berechnen ... und werden Pflegekapazitäten jetzt in Krankenhausstationen mit einer Pflichtquote hinein verschoben – zu Lasten der anderen Stationen und auch zu Lasten der unter Personalmangel heftig leidenden Altenpflege?
 
Das diskutieren auf dem Gesundheitskongress des Westens im März in Köln unter dem Titel „Personaluntergrenzen und Fachkraftquoten: Bringt es den Durchbruch im Krankenhaus?“: Matthias Blum, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, Matthias Dieckerhoff, Pflegedirektor der Klinikum Westfalen GmbH, und weitere Experten.

Der Gesundheitskongress des Westens ist der führende Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands. Auch in diesem Jahr werden wieder rund 1.000 Teilnehmer erwartet – vor allem Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und -unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die dreizehnte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet wieder im Gürzenich statt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihre Claudia Küng

Claudia Küng
Kongressleitung
Geschäftsführerin
WISO S. E. Consulting GmbH | Nymphenburger Straße 9 | 10825 Berlin

Geschäftsführung:
Dr. Ingrid Völker
Claudia Küng
Fabian Kaufmann
Internet: https://www.wiso-consulting.de/ 

Sitz / Registergericht: Berlin / AG Charlottenburg. HRB 84520