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Digitalisierung: Kann die Gesundheitswirtschaft von anderen Branchen lernen?

Bei der Digitalisierung in Deutschland ist die Informations- und Telekommunikationsbranche am weitesten vorangeschritten: Eine Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums ermittelte für sie im vergangenen Jahr einen Digitalisierungsgrad von 75 Punkten bei 100 möglichen. Das Gesundheitswesen schnitt in der Studie mit 36 Punkten hingegen äußerst schlecht ab. Nur das Verarbeitende Gewerbe erhielt als Schlusslicht der zehn untersuchten Branchen noch einen Punkt weniger.
 
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft sieht als gravierendste Ursachen für den Rückstand der Gesundheitswirtschaft vor allem politische Probleme: zu starre gesetzliche Regelungen (etwa beim Fernbehandlungsverbot), zu starre Strukturen in der Gesetzlichen Krankenversicherung, auf den Schutz von Partikularinteressen ausgerichtete „Beharrungskräfte der gemeinsamen Selbstverwaltungsgremien von Krankenkassen und Ärzten“, zu komplexe Datenschutzbestimmungen und zu wenig Aufklärung durch die Akteure im Gesundheitswesen über die Vorteile digitaler Technologien.
 
Wie die Gesundheitswirtschaft trotzdem von anderen Branchen lernen kann, zeigt ein Beispiel aus Köln: Bei der Planung einer hochmodernen Krebsklinik halfen Experten des Automobilkonzerns Ford. Sie wandten Grundregeln des in der Automobilbranche üblichen Lean Managements auf die Konzeption von Kliniken an: möglichst keine Wartezeiten, keine unnötig langen Wege und möglichst keine Übergabe fehlerhafter Zwischenergebnisse zwischen Prozessschritten („Null-Fehler-Prinzip“). Die Aufenthaltsorte der Patienten werden nun durch digitale Armbänder überwacht. Nicht nur für die Patienten wurden Wege und Wartezeiten drastisch verkürzt – auch die Klinikmitarbeiter können Abläufe deutlich effizienter gestalten.
 
Das Thema „Digitale Technologien im Gesundheitswesen vorantreiben. Von anderen Branchen lernen?“ diskutieren auf dem Gesundheitskongress des Westens: Prof. Dr. Wolfgang Deiters, Professor für Gesundheitstechnologien im Departement of Community Health der Hochschule für Gesundheit, Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin der Verbands Forschender Arzneimittelhersteller, Roman Lovenfosse-Gehrt, Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln, Dr. Martin Siess, Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen, und Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Rheinland/Hamburg.
 
Der Gesundheitskongress des Westens steht diesmal unter dem Motto „Das Gesundheitswesen muss zusammenwachsen“. Es werden wieder rund 1.000 Besucher erwartet – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und -unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die zwölfte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet am 13. und 14. März 2018 im Kölner Kongresszentrum Gürzenich statt.

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Beachten Sie auch den Sondertarif für Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
 
Für die kommende Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen besinnliche und fröhliche Stunden und für das kommende Jahr 2018 viele glückliche und erfolgreiche Tage!

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Claudia Küng

Claudia Küng
Kongressleitung
Geschäftsführerin
WISO S. E. Consulting GmbH | Nymphenburger Straße 9 | 10825 Berlin

Geschäftsführung:
Dr. Ingrid Völker, Geschäftsführende Gesellschafterin
Claudia Küng, Geschäftsführende Gesellschafterin
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