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Neue Regierung in NRW: mehr Geld für Krankenhäuser, mehr Medizin-Studienplätze

In den ersten vier Monaten ihrer Amtszeit hat die neue schwarz-gelbe nordrhein-westfälische Landesregierung deutliche gesundheitspolitische Akzente gesetzt – insbesondere bei bundesweit besonders umstrittenen Themen, wie der Krankenhausversorgung, dem Pflegenotstand und der ambulanten Versorgung in ländlichen Gebieten. Der Gesundheitskongress des Westens wird sich damit intensiv befassen und auch der Frage nachgehen, welche bundespolitischen Impulse sich daraus ergeben könnten.
 
Bereits kurz nach der Amtsübernahme hat der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gehandelt und mit der Umsetzung der im Koalitionsvertrag vereinbarten Vorhaben begonnen: Die bisher geübte Praxis der Unterfinanzierung der Krankenhäuser hat er kritisiert und kurzfristig 250 Millionen Euro zur „Beseitigung der unzureichenden Krankenhausinvestitionsförderung“ bereitgestellt. Die Anhebung der Investitionskostenförderung müsse jedoch „zwingend mit der Einleitung von Strukturveränderungen in der Krankenhauslandschaft verbunden werden“, heißt es im Koalitionsvertrag. Gemeint ist damit vor allem eine „Reduktion der Anzahl von mehrfach ohne Notwendigkeit vorgehaltenen Fachabteilungen“.
 
Um bessere ambulante Versorgung in ländlichen Gebieten zu erreichen, setzt Nordrhein-Westfalen künftig auf eine Landarztquote: Zehn Prozent der Medizin-Studienplätze sollen an Studierende gehen, die sich verpflichten, eine Zeit lang auf dem Land zu arbeiten. Das Land fördert zudem den Aufbau einer medizinischen Fakultät in Bielefeld mit dem Schwerpunkt Allgemeinmedizin. In Kooperation mit den Kliniken der Region sollen 200 bis 300 neue Medizinstudienplätze entstehen. Laumann schlägt außerdem vor, dass Krankenhäuser im ländlichen Raum auch neue Aufgaben der ambulanten Versorgung übernehmen könnten, um einem Ärztemangel auf dem Land zu begegnen.
 
Auch im Hinblick auf das Reizthema Pflegekammer will NRW einen eigenen Weg gehen: Die in der Pflege Beschäftigten sollen abstimmen, ob sie als Interessenvertretung eine Pflegekammer oder wie in Bayern eine Körperschaft des öffentlichen Rechts haben möchten. Durch ihre obligatorische Mitgliedschaft würde eine Kammer zwar alle hauptberuflichen Mitarbeiter der Pflege repräsentieren, da dies jedoch auch mit einer Beitragspflicht verbunden ist, stoßen Kammern auch vielfach auf Anlehnung.
 
Unter dem Titel „Neue Schwerpunkte der Gesundheitspolitik in Nordrhein-Westfalen – Wie geht es weiter?“ diskutieren auf dem Gesundheitskongress des Westens: Peter Preuß, MdL (CDU), Josef Neumann, MdL (SPD), Mehrdad Mostofizadeh, MdL (Grüne), und Susanne Schneider, MdL (FDP).
 
Der Gesundheitskongress des Westens ist der führende Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands. Auch in diesem Jahr werden wieder rund 950 Besucher erwartet – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und -unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die zwölfte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet am 13. und 14. März 2018 im Kölner Kongresszentrum Gürzenich statt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihre Claudia Küng

Claudia Küng
Kongressleitung
Geschäftsführerin
WISO S. E. Consulting GmbH | Nymphenburger Straße 9 | 10825 Berlin

Geschäftsführung:
Dr. Ingrid Völker, Geschäftsführende Gesellschafterin
Claudia Küng, Geschäftsführende Gesellschafterin
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