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Kernaufgabe der nächsten Legislaturperiode: Überwindung der Sektorentrennung

Deutschlands Niedergelassene sind sauer: Die Vergütungsregelungen sind für kaum einen Arzt noch nachvollziehbar, kritisieren Standesvertreter. So lag beispielsweise laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung der Honorarumsatz eines niedergelassenen Kardiologen in Bremen im Jahr 2013 mit 129 Euro pro Quartal und Behandlungsfall beim Dreifachen seiner Kollegen in Thüringen, die nur 43 Euro erzielten. Trotz Anpassungsmaßnahmen, vor allem durch das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz im Jahr 2015, sind regionale Unterschiede nach wie vor unerklärlich groß.
 
Noch schwieriger aber wird es bei der Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, denn die Honorierung nach dem Einheitliche Bewertungsmaßstab für Niedergelassene (EBM) und die Vergütung nach Diagnosis Related Groups (DRG) funktionieren nicht nur völlig unterschiedlich – sie setzen erst recht falsche Anreize. „Gleiches Geld für gleiche Leistung“, fordern deshalb immer mehr Protagonisten im Gesundheitswesen.
 
Die Verschmelzung der stationären und der ambulanten Versorgungsangebote zu einer integrierten und sektorübergreifenden Versorgung ist deshalb die herausragende Aufgabe für die Zeit nach der kommenden Bundestagswahl – das ergibt sich bereits jetzt aus den gesundheitspolitischen Arbeitspapieren der großen Parteien. Es sei ein „ganz dickes Brett, das wir in der nächsten Legislaturperiode bohren müssen“, so die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, „dagegen war das Krankenhausstrukturgesetz ein Frühstücksbrettchen“.
 
Eine der zentralen Veranstaltungen auf dem Gesundheitskongress des Westens im März 2017 heißt daher: „Gemeinsam handeln, integriert versorgen, leistungsgerecht honorieren – Braucht es eine neue Vergütungssystematik?“ Es diskutieren: Dr. Wolfgang Dryden, Erster Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, Jochen Brink, Präsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, Dr. Bernhard Rochell, Verwaltungsdirektor der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Prof. Dr. Jürgen Wasem, Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen, und Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes. Erörtert werden Fragen wie: Wie kann ein arbeitsteiliger Kooperationsgedanke in einer neuen Gebührenordnung abgebildet werden? Wie sieht echte Chancengleichheit zwischen Klinik und Praxis aus?
 
Zum Gesundheitskongress des Westens werden auch in diesem Jahr wieder 900 Besucher erwartet – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und –unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die elfte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet am 7. und 8. März 2017 im Kölner Kongresszentrum Gürzenich statt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihre Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker
Geschäftsführende Gesellschafterin
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