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RWI-Studie: Ist der Pflegemangel etwa nur Einbildung?

Das Ergebnis einer kürzlich publizierten Studie des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (zusammen mit der Universität Bielefeld) überraschte: Ungeachtet der Veränderungen im Pflegedienst sei nach derzeitiger Datenlage keine Verschlechterung der Versorgungsqualität in den vergangenen Jahren zu beobachten. Bei objektiven Qualitätsindikatoren sei sogar eine leichte Verbesserung festzustellen. Hierunter fallen Indikatoren nach der Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR), des AQUA-Instituts und dem BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit. Die durch Patienten empfundene, über Fragebogen gemessene Versorgungsqualität blieb konstant auf hohem Niveau. "Insofern ist abzuraten, zusätzliche Vorgaben an Mindestbesetzungen in der Pflege zu schaffen", resümiert die Studie.
 
"Wir waren sehr überrascht von dem Ergebnis des RWI-Gutachtens", sagt sogar der Auftraggeber der Studie, die Techniker Krankenkasse. Vorstand Thomas Ballast: "Unsere Erwartung an das Gutachten war eher, das Ausmaß des Mangels festzustellen und nicht den Mangel an sich in Frage zu stellen."
 
Einige Pflegefachleute kritisieren "methodische Schwächen" der Studie und ein "wirklichkeitsfernes Ergebnis": So seien andere Wissenschaftler, die im Wesentlichen die gleiche Datenbasis wie das RWI nutzen, beispielsweise zu dem Ergebnis gekommen, dass es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen guter Personalausstattung und verminderter Mortalität der Patienten gebe.
 
Über den Zusammenhang zwischen Leistung und Qualität in der Pflege diskutieren auf dem Gesundheitskongress des Westens im März 2017: Prof. Dr. Boris Augurzky, Leiter des Kompetenzbereichs Gesundheit des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, Thomas Ballast, Stellv. Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, Dr. Rainer Norden, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ev. Krankenhaus Bielefeld gGmbH, und Ludger Risse, Pflegedirektor des St. Christophorus-Krankenhauses Werne und stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Pflegemanagement. Moderieren wird Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Inhaber des Lehrstuhls für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Universität Bielefeld und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen.
 
Zum Gesundheitskongress des Westens werden auch in diesem Jahr wieder 900 Besucher erwartet – Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und –unternehmen, aus Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Die elfte Auflage der jährlich ausgerichteten Veranstaltung findet am 7. und 8. März 2017 im Kölner Kongresszentrum Gürzenich statt.

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Mit freundlichen Grüßen

Ihre Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker
Geschäftsführende Gesellschafterin
WISO S. E. Consulting GmbH | Nymphenburger Straße 9 | 10825 Berlin

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