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Reha-Kliniken der Versicherungsträger: Abschottung vor Konkurrenz?

Der Streit ist kompliziert, aber es geht um einen Milliardenmarkt: Bevorteilen Sozialversicherungsträger, beispielsweise die Deutsche Rentenversicherung, ihre eigenen Reha-Einrichtungen bei der Zuweisung von Patienten – und das auch noch zum Nachteil der Beitragszahler?

Sozialversicherungsträger schicken Reha-Patienten sehr oft in eigene Reha-Einrichtungen – von denen sie gut 1.200 betreiben. Seit Jahren jedoch kritisiert der Bundesrechungshof, dass viele der Kliniken nicht wirtschaftlich arbeiten. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen sprach bereits im Jahr 2012 von "Abschottung vor Konkurrenz“, deren Konsequenz „ein verminderter Preis- und Qualitätswettbewerb" sei.

Gundula Roßbach, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, sieht das anders. Sie sagt: „Unsere derzeitigen Verfahren sind offen, transparent und diskriminierungsfrei.“

Des Bundesverband Deutscher Privatkliniken, dessen Mitglieder im Wettbewerb zu den Reha-Einrichtungen der Sozialversicherungsträger stehen, setzt nun vermehrt auf neue Modelle der Patientensteuerung: Patienten sollen ihr gesetzlich verbrieftes Wunsch- und Wahlrecht wahrnehmen und dabei auf Qualität achten, so Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Verbandes.

Kontrahenten dieser Debatte treffen am 8. März in Köln beim Reha-Dialog auf dem Gesundheitskongress des Westens aufeinander: Thomas Bublitz, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken, und Gundula Roßbach, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, diskutieren dann über Transparenz und Patientensteuerung. Mit ihnen auf der Bühne: Manuela Anacker, Referentin Sozialpolitik beim Sozialverband VdK, die die Sicht der Patienten vertritt.

Die Veranstaltung gehört zum Reha-Dialog, der am ersten Tag des Gesundheitskongresses des Westens zum sechsten Mal in Folge stattfindet und mit dem die wachsende Bedeutung der rehabilitativen Versorgung unterstrichen wird. Der Reha-Dialog beschäftigt sich in diesem Jahr unter anderem mit der Versorgung psychosomatisch Erkrankter und identifiziert Vernetzung als Erfolgsrezept.

Beim zehnten Gesundheitskongress des Westens erwarten wir wieder rund 900 Besucher - Klinikmanager, Ärzte, Verantwortliche aus Gesundheitspolitik und Gesundheitsunternehmen, aus Forschung und Wissenschaft.

Seien Sie dabei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker
Geschäftsführende Gesellschafterin
WISO S. E. Consulting GmbH | Nymphenburger Straße 9 | 10825 Berlin

Geschäftsführung:
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