Pressemitteilung


Barrierefreiheit in Arztpraxen und Kliniken: Wie steht es mit der Umsetzung?

Berlin/Köln, 13.03.2014 – Wenn Menschen mit Behinderungen eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus aufsuchen möchten, stoßen sie nach wie vor oft auf Hindernisse. Der gleichberechtigte Zugang zu medizinischer Versorgung bleibt ihnen damit unter Umständen verwehrt. Nach einer Erhebung der Stiftung Gesundheit aus dem Jahr 2012 arbeiten nur knapp 30 Prozent der Ärzte in Praxen, die mindestens ein Kriterium der Barrierefreiheit erfüllen. Denn barrierefrei bedeutet mehr als nur rollstuhlgerecht.

Rund 9,6 Millionen Menschen in Deutschland leben mit Behinderung, etwa 7,3 Millionen sind schwerbehindert. Von Barrierefreiheit in einer Praxis oder einem Krankenhaus profitieren aber nicht nur sie, sondern alle Patienten, die zum Beispiel aufgrund eines Schlaganfalls, einer neurologischen Erkrankung oder einer Hüft- oder Knie-Operation vorrübergehend einen Rollstuhl oder einen Stock brauchen, und nicht zuletzt gebrechliche ältere Menschen.

Die UN-Generalversammlung hat bereits Ende 2006 eine Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung verabschiedet, die die gesellschaftliche Teilhabe verbessern soll. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans hat die Bundesregierung sich daher zum Ziel gesetzt, eine ausreichende Zahl von Arztpraxen barrierefrei zugänglich zu machen.

„Einige Praxen können aufgrund von bereits bestehenden baulichen Gegebenheiten kaum oder nur schwer barrierearme Zugänge gewährleisten“, gibt Jessica Beyer, Referentin für Gesundheitspolitik bei der apoBank, zu bedenken. Denn mit kleinen Kniffen und Tricks ist es nicht getan. In einigen Fällen ist die Barrierefreiheit nur mit massiven Investitionen in Umbaumaßnahmen zu erreichen, zum Beispiel beim Einbau eines behindertengerechten Fahrstuhls.

Wie es wirklich um die Umsetzung bestellt ist und wie Verbesserungen möglich sind, thematisieren in der Session „Barrierefreiheit gemäß der UN-Behindertencharta. Die Umsetzung im ambulanten und stationären Bereich“ unter Moderation von Jessica Beyer, Dr. Günther E. Buchholz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, Eckhard Feddersen, Geschäftsführer feddersenarchitekten, Prof. Dr. Christian T. Haas, Direktor des Instituts für komplexe Gesundheitsforschung der Hochschule Fresenius, und Dr. Peter Müller, Vorstandsvorsitzender Stiftung Gesundheit.

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