Pressemitteilung

Gesundheitskongress des Westens am 20. und 21. März 2013 in Bonn

Müssen wirklich 20% der Pflegekräfte studieren?

Berlin (23.01.13) – Fortschritte in der Medizin und eine älter werdende Gesellschaft führen zu neuen, immer komplexeren Aufgaben in der Pflege. Berufliche Qualifizierung ist deshalb wichtiger denn je. Der Wissenschaftsrat empfiehlt nun sogar, etwa 10 bis 20 Prozent eines Ausbildungsjahrganges mit einem Bachelor-Abschluss auf die besonders anspruchsvollen Tätigkeiten vorzubereiten.

Doch braucht gute Pflege wirklich einen Bachelor? Nein, meint die Arbeitsgemeinschaft Hochschulmedizin im Deutschen Hochschulverband. Es sei "sachlich nicht begründbar“ und auch aus der Patientensicht ergebe sich kein Vorteil in der Pflege oder Rehabilitation.

Ja, sagt dagegen Prof. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit, Bochum, und Mitglied des Wissenschaftsrates: „Pflegekräfte müssen künftig eigenständig und auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnis handeln, ihr Tun reflektieren und bewerten können sowie gelernt haben, mit der fortschreitenden Technisierung umzugehen“. Wie sich der Wissenschaftsrat die künftige hochschulische Qualifikation im Gesundheitswesen vorstellt, erläutert Friedrichs in der Veranstaltung „Veränderte Zukunft für die Gesundheitsberufe: Intelligente Arbeitsorganisation und konkrete Kooperationen“ auf dem Gesundheitskongress des Westens.

Auch über Pro und Contra von Pflegekammern wird auf dem Gesundheitskongress des Westens kontrovers diskutiert. Viele Pflegekräfte und allen voran ihre Verbandsvertreter knüpfen große Hoffnungen an eine Kammer. Sie wünschen sich eine schlagkräftigere Interessenvertretung und eine Aufwertung ihres Berufs. Gegner warnen jedoch vor neuen bürokratischen Strukturen, Zwangsmitgliedschaft und Zwangsbeiträgen ohne erkennbaren Gegenwert für die Berufsgruppe.

Am zweiten Kongresstag diskutieren Angelika Alke, leitende Pflegedirektorin Kliniken der Stadt Köln, und Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, über Sinn und Unsinn von Pflegekammern.

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