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Ärzteschaft vs. Krankenkassen: Ist Qualität eine Frage des Geldes?

Muss gute Qualität teuer sein und eignen sich ökonomische Anreize dafür, die Qualität zu verbessern? In einer gleichnamigen Pro & Contra-Diskussion treffen Dr. Klaus Reinhardt als Vertreter der Ärzteschaft und Prof. Herbert Rebscher als Vertreter der Krankenkassen aufeinander und diskutieren über die ganz und gar nicht triviale Antwort auf diese Fragen.

Grundsätzlich fragwürdig findet Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes, die Annahme, dass die Versorgungsqualität durch ökonomische Anreize substantiell verbessert werden kann. „Dieser Ansatz negiert die Komplexität ärztlichen Handelns und reduziert seine Tätigkeit auf ein Schema“, sagt er. Arztzufriedenheit im Sinne von grundsätzlicher Wertschätzung mit ausreichend Freiraum für Anamnese, Diagnose und Therapie sei eine Grundvoraussetzung für Qualität in der Medizin. Ökonomischen Anreize bergen aus Sicht von Reinhardt die große Gefahr, das eigentliche Patientenwohl zugunsten einer rationalen ökonomischen Verhaltensweise aus dem Blick zu verlieren. „In diesem Sinne angemessene Versorgungsbedingungen müssen nicht unbedingt teuer, werden sicher aber auch nicht billig sein“, so Reinhardt.

Aus der Sicht von Prof. Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit, sind ökonomische Anreize zwar ein probates Mittel, um Qualitätserhöhungen zu ermöglichen. Allerdings müssten sie um eine Steuerungskomponente ergänzt werden, um reine Profitmaximierung ohne Rücksicht auf eine versorgungsrelevante Ausrichtung zu vermeiden. Denn die Qualität werde nicht regelhaft durch einen höheren Preis erhöht. „Gute Qualität muss nicht teuer sein, sondern preiswert, im ureigensten Sinne des Wortes“, sagt Rebscher.

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Ingrid Völker

Dr. Ingrid Völker
Geschäftsführende Gesellschafterin
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