GdW 2026 | Versorgung im Stresstest: Von der Krisenrhetorik zu belastbaren Strukturen
Gesundheitskongress des Westens 6. und 7. Mai 2026 | Versorgung im Stresstest: Von der Krisenrhetorik zu belastbaren Strukturen
Krisen sind inzwischen Teil unserer Realität. Pandemie, Energieengpässe, Lieferkettenprobleme, Cyberangriffe, geopolitische Spannungen und Extremwetterlagen zeigen, wie verletzlich selbst leistungsfähige Gesundheitssysteme sind. Die zentrale Frage lautet daher: Wie bleibt die Versorgung handlungsfähig, wenn der Ausnahmezustand zur Bewährungsprobe wird?
In einer der Kongress-Sessions „Sisyphos arbeitet an der Krisenfestigkeit: Resilienz & Zivilschutz im Gesundheitswesen“ rücken wir diese Frage in den Mittelpunkt. Bund und Länder arbeiten an neuen gesetzlichen Regelungen, die im Krisen- oder Verteidigungsfall die zivile Gesundheitsversorgung absichern und die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr klar regeln sollen. Dahinter stehen sehr konkrete Herausforderungen: Wie sichern wir Vorräte und Lieferketten? Wie halten wir ambulante und stationäre Kapazitäten aufrecht? Wie organisieren wir Personal, Transporte und Infrastruktur, wenn Systeme unter Druck geraten? Und wer bezahlt das alles?
Gleichzeitig verschärft der Klimawandel die Lage. Hitze, Hochwasser und regionale Stromausfälle zwingen Kliniken und Praxen, neu zu denken. Resilienz heißt heute: Gebäude und Technik so auslegen, dass sie Extrembedingungen standhalten. Energie so sichern, dass der Betrieb weiterläuft. Nachhaltigkeit wird damit zur Sicherheitsfrage.
Hinzu kommen hybride Bedrohungen. Cyberangriffe treffen längst nicht mehr nur Unternehmen, sondern auch medizinische Einrichtungen. Wer Versorgung schützen will, muss IT-Strukturen absichern, Redundanzen schaffen und Notfallabläufe einüben – bevor der Ernstfall eintritt.
Die Session verbindet strategische Perspektiven mit konkreten Fragen für den Praxis- und Klinikalltag. Sie richtet sich an alle, die Verantwortung tragen – und die wissen wollen, wie aus Krisenrhetorik belastbare Strukturen werden.
Impulse geben Dr. Karl Blum vom Deutschen Krankenhausinstitut, Oberstarzt Dr. Alexander Bell, Abteilungsleiter Krankenhausmanagement bei der Bundeswehr, und Helmut Watzlawik aus dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium. In der Diskussion ergänzen Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein Dr. Frank Bergmann, Kaufmännischer Direktor im Klinikum Gütersloh Andreas Tyzak und weitere Expertinnen und Experten ihre Perspektiven.
Wer Verantwortung trägt und wissen will, wie aus abstrakten Krisenszenarien belastbare Strukturen entstehen, sollte diese Debatte nicht verpassen.
Mit dem Newsletter am 3. März wurde das Kongressprogramm als PDF versendet. In dem PDF ist ein falsches Referentenporträt enthalten. Der Fehler ist korrigiert und beigefügt finden Sie die richtige Fassung des Programms.
Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
Seien Sie dabei!
Hier geht es zur Anmeldung: www.gesundheitskongress-des-westens.de/anmeldung
Wir freuen uns darauf, Sie am 6. und 7. Mai 2026 in Köln begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Kongressleiterinnen
Claudia Küng & Diana Kleine