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Gesundheitskongress des Westens am 17. und 18. April 2024 in Köln

Ambulantisierung: KBV und DKG fordern klare und mutige Entscheidungen

Über das Ziel sind sich alle einig: In Deutschland soll endlich weniger stationär und mehr ambulant operiert werden. Doch bisher kommt die Ambulantisierung nur mit Trippelschritten voran.
 
„Die Erkenntnis ist vorhanden, aber es fehlt an echtem politischem Gestaltungswillen“, konstatiert der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen. Die sektorengleiche Vergütung für ambulantisierbare stationäre Leistungen sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, ihre bisherige Umsetzung jedoch nicht mutig genug, zu kompliziert und nicht dem eigentlichen Bedarf entsprechend. Nach Auffassung des KBV-Chefs sollte nicht der Ort der Leistungserbringung entscheidend sein. Vielmehr geht es ihm um eine inhaltliche Definition und um einen fairen Wettbewerb unter einheitlichen Rahmenbedingungen. „Die sind leider noch in weiter Ferne“, sagt Gassen.
  
Die bislang existierenden Rahmenbedingungen für die Hybrid-DRGs weisen erhebliche handwerkliche Mängel auf, die eine Umsetzung erheblich erschweren, bekräftigt der Vorstandsvorsitzender Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Gerald Gaß. Kliniken müssten nach seiner Auffassung sehr viel stärker für die ambulante Versorgung geöffnet und niedergelassene Ärztinnen und Ärzten in die Versorgung der Kliniken eingebunden werden.
 
Die Möglichkeiten für mehr ambulante Versorgungsangebote und sektorenübergreifende Versorgung würden bisher außerdem nicht ausreichend durch finanzielle Anreize und adäquate Rahmenbedingungen unterstützt, sodass das Potenzial nicht vollumfänglich genutzt werden könne. „Es droht die Gefahr, dass wir Chancen für eine effizientere Patientenversorgung verpassen“, warnt der DKG-Chef und fordert „klare und mutige Entscheidungen“ der Politik.
 
Wie diese Entscheidungen aussehen können und müssen, diskutieren Gassen und Gaß in der Session „Wer erweckt die Ambulantisierung aus dem Dornröschenschlaf?“ mit Prof. Dr. Tom Bschor, Leiter und Koordinator der Regierungskommission, Matthias Mohrmann, Stellv. Vorsitzender des Vorstands, AOK Rheinland/Hamburg, und Constanze Liebe, Geschäftsführerin, Ärztenetz Lippe GmbH, auf dem Gesundheitskongress des Westens.
 
Der Gesundheitskongress des Westens steht in diesem Jahr unter dem Motto „Bereit zur Veränderung – nutzen wir die Chance!“. Knüpfen Sie neue Kontakte im Ausstellungsforum und diskutieren Sie über brandaktuelle Themen des deutschen Gesundheitswesens mit den Entscheidungsträgern aus Klinik, Praxis, aus Gesundheitspolitik und -wirtschaft, aus der Forschung und Wissenschaft sowie der Pflege. Seien Sie dabei beim führenden Kongress für Gesundheitspolitik und Gesundheitswirtschaft im Westen Deutschlands.
 
Buchen Sie Ihr Ticket auf: https://www.gesundheitskongress-des-westens.de/anmeldung/kongressanmeldung-2024

Wir freuen uns darauf, Sie am 17. und 18. April 2024 in Köln begrüßen zu dürfen.
  
Mit freundlichen Grüßen
 
Ihre Kongressleiterinnen
 
Claudia Küng & Diana Kleine