Strategischer Faktor Personal


Gesundheitskongress des Westens 2014 verzeichnet Teilnehmerrekord!

Der achte Gesundheitskongress des Westens konnte seine Teilnehmerzahl gegenüber den Vorjahren deutlich steigern. Rund 900 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und aus der Medizin diskutierten an zwei Kongresstagen über die zentralen Aspekte der Gesundheitspolitik, der Gesundheitswirtschaft sowie über aktuelle Fachthemen. In diesem Jahr stand der Kongress unter dem Motto “Strategischer Faktor Personal“. Mit diesem Thema traf der Gesundheitskongress des Westens den Nerv der Zeit. Das starke Interesse zeigt, dass die Entscheider der Gesundheitsbranche, die Politik und Wirtschaft erkannt haben, dass Personal ein zentrales Zukunftsthema ist“, sagte Ulf Fink, Senator a. D. und Kongresspräsident.

Untrennbar mit dem Thema Personal ist die Qualität der medizinischen Versorgung verbunden. Das haben die Diskussionen auf dem Kongress deutlich gezeigt. „Die bisherigen Gesundheitsreformen haben sich im Wesentlichen mit Finanzierungsfragen beschäftigt. Es ist sehr zu begrüßen, dass die aktuellen gesundheitspolitischen Vorhaben die Qualitätsverbesserung in den Vordergrund rücken“, sagte Fink. So sprachen sich die Gesundheitssenatoren Cornelia Prüfer-Strocks (Hamburg), Dr. Hermann Schulte-Sasse (Bremen) und Mario Czaja (Berlin) beim Kongress dafür aus, dass Qualitätsaspekte in Zukunft stärker auch in der Krankenhausplanung der Länder berücksichtigt werden.

In mehreren Sessions tauschten sich Experten außerdem darüber aus, wie die Kriterien aussehen könnten, mit denen man die Qualität der Gesundheitsversorgung vergleichen könnte. Dabei waren sie sich einig, dass Routinedaten der Krankenkassen eine wichtige Grundlage für die Qualitätsmessung sind. „Wesentlich ist hierbei allerdings eine Risikoadjustierung, die auch Komorbiditäten, das Alter der Patienten und die Vorerkrankungen berücksichtigt“, betonte der wissenschaftliche Leiter des Kongresses, Prof. Wolfgang Greiner von der Universität Bielefeld. Bis zur qualitätsorientierten Honorierung sei es noch ein langer Weg, so die Einschätzung des Wissenschaftlers.

Der Gesundheitskongress des Westens hat sich seit seiner Premiere 2007 als Leitkongress der Gesundheitswirtschaft in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus etabliert.